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Das Erzbistum Riga (lateinisch Archidioecesis Rigensis, lettisch Rīgas arhidiecēze) ist ein Erzbistum der Römisch-katholischen Kirche in Lettland mit Sitz in Riga.

Geschichte

Mittelalter

Albrecht von Apeldern, der 1198 als Kanonikus von Bremen zum Bischof von Livland ernannt worden war, errichtete 1201 in Riga einen festen Bischofssitz und ein Domkapitel, für das er Prämonstratenser wählte.

1207 wurde das Bistum Reichslehen, und 1224 wurde der Bischof zum Reichsfürsten erhoben. 1255 wurde Riga zum Erzbistum, dem die Bistümer Dorpat, Ermland, Kulm, Kurland, Ösel-Wiek, Pomesanien und Samland als Suffraganbistümer unterstellt waren. Das Bistum Reval (heute Tallinn) war dem Erzbistum Lund unterstellt.

Das Bistum besaß ein ansehnliches geistliches Territorium, in welchem der Bischof bzw. Erzbischof zugleich Landesherr war. Ab 1330 wurde das Territorium vom Livländischen Orden erobert, das Erzbistum behielt aber seine geistliche Autonomie.

Später wurden auch das Domkapitel und der Bischofssitz dem Deutschen Orden inkorporiert.

Nach 1563 wurde das römisch-katholische Erzbistum im Verlaufe der Reformation evangelisch-lutherisch und existiert in dieser Form fort.